Das Pariser Intersquat

2005 fand in Paris eine grosse Versammlung
verschiedener Pariser Squats und Kuenstlerkollektive statt.
In dieser Versammlung wurde die Gruendung eines Intersquat-Netzwerks beschlossen.
Essenziell in diesem Netzwerk war die Diversitaet der Teilnehmer. Ob Squat, konventioniertes Squat, Atelier oder Kollektiv, egal welche Organisation eine Gruppe hatte, sie war im Intersquat willkommen, insofern sie sich fuer die gemeinsamen Ziele engagierte. Was alle Mitglieder verband war die Ablehnung jeglicher Hierarchie und Superstruktur.


Das Pariser Intersquat hat uns ermoeglicht

-unsere Erfahrungen und Kenntnisse bezueglich Rechtsfragen, Polizei, Lokal- und Sozialpolitik auszutauschen

-uns gegenseitig besser
kennenzulernen, um mehr Solidaritaet und Zusammenarbeit zwischen den Squats aufzubauen
-eine gemeinsame Orientierung ueber unsere Position in der Gesellschaft, Konfrontation von Problemen, Organisation von Demos, oeffentlichen Aktionen etc

Die FOU-Festivals und die Oeffnung nach Europa

Im Jahr 2008 haben wir mit dem Pariser Intersquat-Netzwerk zwei FOU- Festivals organisiert, an denen ca.
25 Pariser Squats teilnahmen und zehn Tage lang Konzerte, DJ-Abende, Ausstellungen, offene Buehnen und andere diverse kulturelle und soziale Veranstaltungen durchfuehrten.
Die FOUs wurden auch von Squattern aus Belgien und Italien besucht, mit welchen wir seit einiger Zeit Kontakte unterhalten. Mittlerweile arbeiten wir auch schon enger mit Squats in Barcelona und Rom zusammen, bald sind Squat-Exkursionen nach Berlin und England geplant.


Das ROM-PROJEKT

Wir wollen vom 16 bis 18 Oktober

2009 in Rom ein DREITAEGIGES INTERNATIONALES SQUAT- FESTIVAL organisieren.
Dieses Festival wird im Squat FORTE PREDESTINO stattfinden, einer 6 Hektar grossen ehemaligen Kaserne im Zentrum Roms.
Diese Idee enstand nachdem eine Delegation des Squats Sans Plomb aus der Pariser Vorstadt Ivry-sur Seine im November 2008 einige Squats in Rom besuchte.


Dieses Festival soll den ersten
Schritt markieren zur Formierung eines europaeischen Squat-Netzwerkes.


Die Ziele dieses Festivals sind:

-die verschiedenen sozialen und politischen
Kontexte in unseren Laendern kennenzulernen und zu begreifen
-den Austausch von Ideen und Kultur zu foerdern

-eine europaeische Underground-Bewegung
aufzubauen.


Wir verzichten auf staatliche, institutionelle oder sonstige buerokratische Hilfe,weil unser Ideal eine direkte Demokratie ohne staatlichen Ueberbau ist.


In Paris haben wir eine zehnkoepfige Arbeitsgruppe zur Planung und Durchfuehrung des Rom-Festivals gebildet


In einem ersten Schritt wollen wir mit einem Maximum von Squats in Frankreich und Europa Kontakt aufnehmen um Euch unseren Modus operandi zu erklaeren und ausserdem


wollen wir Euch einladen an der Organisation und Durchfuehrung des Festivals teilzunehmen.


Organisation :

= Logistik: materielle Versorgung, sanitaere Anlagen, Schlafplaetze, Finanzierung, Subventionen etc

= Kuenstlerische Produktion:

Es sollen verschiedene kulturelle Veranstaltungen stattfinden: Projektionen, Theater,Musik, Konzerte, Tanz, Pantomime, Graffiti, Ausstellungen, Ateliers, live performances etc

Dabei laden wir alle Leute die sich kuenstlerisch einbringen wollen herzlich ein nach Rom zu kommen. Hiezu fuellt bitte den beiliegenden Fragebogen auf englisch aus und schickt ihn an Cette adresse email est protégée contre les robots des spammeurs, vous devez activer Javascript pour la voir.


Forum

Im Rahmen des Rom-Festivals moechten wir ein Forum von Diskussionen und Vortraegen veranstalten . Die Axen dieses Forums stellen wir uns folgendermassen vor:

1. Justiz und Polizei
2. Gesundheit
3. Soziales
4. Kultur
5. Medien
6. Ressourcen und Funktionsweisen
7. andere Vorschlaege


zu den einzelnen Punkten

1.Justiz und Polizei
Squats mit oder ohne
juristischen Beistand, Aufklaerung, Kenntnis und Gebrauch der allgemeinen
Buergerrechte auf nationaler und europaeischer Ebene. Die Beziehungen zu den
Autoritaeten (Polizei, Justiz, Politik)

2.Gesundheit
Drogenaufklaerung, Lebenserwartung, freier Zugang zu medizinischer Versorgung fuer alle, Sanitaere Einrichtungen in Squats etc

3.Soziales
Recht auf einen Wohnplatz, Soziale
Ansprueche und Pflichten des Individuums, Beziehungen der Squats zu Nachbarn,
gemeinnuetzigen Vereinen, sozialen Einrichtungen usw

4.Kultur
Kulturelles
Engagement, Recht au freie Meinungsaeusserung, Zonen zeitweiser Autonomie,
Kuenstler- und Wohnsquats, die Suche nach Raum

5.Medien
Beziehung zu Medien
(TV, Radio, Presse, Plakate, Kino, Internet), Ist es notwendig und sinnvoll
sich an die Medien richten, wie stellt man das am besten an? Gruendung
unabhaengiger Radios...

6.Ressourcen und Funktionsweisen
Autofinanzierung,
Subventionen, Recyclen, Dumpster Diver, Freegans,
Wie funktionieren Squats? Als
Kollektiv, gemeinnuetziger Verein, Kommune?

 

:-)